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Druck- oder Saugschlauch – welchen Pumpenschlauch brauche ich?

Soll Wasser von A nach B befördert werden, braucht man dazu in der Regel einen Schlauch. Ob damit der Keller mit einer Schmutzwasserpumpe saubergemacht werden soll oder ob es dank der Teichpumpe den Goldfischen gutgehen soll – immer ist auch ein Schlauch mit im Spiel. Dabei aber ist Schlauch nicht gleich Schlauch. Je nach Aufgabe haben Schläuche nämliche unterschiedliche Konstruktionsmerkmale und verschiedene Materialien. Je nachdem braucht man mal einen Druckschlauch – ein andermal einen Saugschlauch. Welcher dieser Schläuche wofür geeignet ist, erklären wir hier.

Saugschlauch

Wer einen neuen Schlauch für eine selbstsaugende Pumpe oder auch für eine Tauchpumpe braucht, sollte zunächst wissen, welcher Schlauch für welche Anwendungen geeignet ist. Denn jeder Schlauch reagiert ganz eigen auf Temperatur, Druck, Viskosität (Zähflüssigkeit) und andere Parameter.

Speziell für Pumpsysteme wurden eigene Spezialschläuche entwickelt:

  • Saugschlauch
  • Druckschlauch
  • Saug-Druckschlauch

Doch nicht nur bei der Wal der Anwendungen steht man möglicherweise vor einem Rätsel, sondern auch wenn es um die verschiedenen Materialien geht, muss man schon genau wissen, was man will (oder braucht).

Zur Verfügung stehen unter anderem diese Materialien für Schläuche:

  • Gummi
  • Kunststoff
  • Metall
  • Gewebe
  • Silikon
  • PVC

Im Einzelnen gehen wir jetzt den jeweiligen Schlaucharten und Verwendungsmöglichkeiten auf den Grund.

Der Saugschlauch

Ein Saugschlauch (auch Ansaugschlauch) besteht meist aus Gummi oder Kunststoff, in das entweder ein starkes Gewebe oder eine Metallspirale eingearbeitet wurde. Dadurch erhält der Saugschlauch seine Stabilität.

Dennoch ist er steif genug, dass er zum einen zwar aufgerollt, jedoch nicht gefaltet werden kann. Das ist wichtig, damit er im Betrieb mit einer Schmutzwasserpumpe oder Gartenpumpe und auch als Anschluss ans Hauswasserwerk das Wasser hindurchfließen lässt, ohne dass sich sein Durchmesser verringert.

Einer der großen Vorteile des flexiblen Saugschlauches ist, dass er auch an schwer zugänglichen Stellen anzuschließen ist.

Sein Nachteil: Oft muss das Schlauchende fixiert werden, weil er sonst schnell pendelt und das Wasser dahin verschwindet, wo es nicht gebraucht wird.

Den richtigen Saugschlauch finden

Beim Kauf eines Saugschlauchs sind grundsätzlich zwei Faktoren wichtig:

  • Die Länge. Sie sollte sich nach den Aufgaben des Schlauches richten – nicht nach dem Preis. Zwar sind größere Rollengebinde im Verhältnis oft preiswerter pro Meter als kleinere Rollen. Die Länge aber geht zu Lasten der Ausgangsleistung der Pumpe. Ist der Ansaugweg zu lang, kann sich nicht genügend Druck aufbauen.
  • Der Durchmesser. Auf der sicheren Seite ist man, wenn der Saugschlauch den vom Hersteller vorgegebenen Durchmesser hat. Macht die Saugpumpe Probleme, weil zum Beispiel ein Kupplungsstück für einen größeren oder kleineren Schlauch zwischenmontiert wurde, kann unter Umständen sogar die Garantie für die Pumpe verfallen.

Im Unterschied dazu der Druckschlauch

Anders als der Saugschlauch ist der Druckschlauch (auch Förderschlauch oder Transferschlauch) wesentlich stabiler. Obwohl auch er flexibel ist und sich aufrollen lässt, hält er einem wesentlich höheren Druck stand, ohne dass die Gefahr des Platzens besteht oder sich Blasen ausbilden.

Meist bestehen Druckschläuche aus PVC oder aus Gewebe, das mit Kunststoff beschichtet wurde. 

Aber Achtung! Billige Schläuche bestehen oft aus minderwertigem PVC. Das wird recht schnell spröde und brüchig.

Ein normaler Druckschlauch reicht völlig aus, um beispielsweise den Gartensprenkler damit zu betreiben. Schließlich kommt aus dem Hahn das Wasser nur mit einem Druck von etwa  3-4 bar.

Höher sollte die Qualität liegen, wenn der Schlauch länger als etwa 25 Meter ist. Dann neigt er nämlich dazu, Schleifen zu bilden – und dass vermindert den Druck aus dem Wasserhahn enorm. In einem solchen Fall ist es ratsam, den Druckschlauch zusammen mit einer guten Gartenpumpe zu verwenden. Diese pumpt das Wasser locker auch mit 10 bar durch den Schlauch.

Den Schlauch richtig befestigen

Schläuche werden normalerweise über Schlauchtüllen mit einer Pumpe und möglicherweise einem Filter verbunden. Für die sichere Befestigung eignen sich Schlauchschellen am besten.

Am häufigsten findet man drei Grundmodelle:

  • Schneckengewindeschelle, die preiswerteste und dennoch robuste und rostfreie Variante.
  • Drahtschlauchschelle, die speziell für Spiralschläuche ausgelegt ist. Leider kann sie recht schnell rosten.
  • Spannbackenschelle eignet sich hauptsächlich für größere Schläuche ab einem Durchmesser von 63 mm. Sie ist äußerst stabil und hat eine sehr hohe Spannkraft.

Tipps für Ihren Gartenschlauch

  • Der Druck- oder Saugschlauch hat idealerweise den gleichen Durchmesser wie der des Druckstutzens der Pumpe.
  • Ein Reduzierstück oder ein dünnerer Schlauch reduziert die Pumpleistung – das kann sogar zu einer Beschädigung führen!
  • Den normalen Gartenschlauch schließt man nur an eine Pumpe mit entsprechendem Adapter an.
  • Der Schlauch sollte grundsätzlich immer so dick und gleichzeitig so kurz wie möglich sein.
  • Kunststoffschläuche leiden unter der Sonne. Die UV-Strahlung kann das Material spröde machen und zum Brechen bringen. Darum den Schlauch immer gut wegräumen, wenn er nicht gebraucht wird.
  • Sehr preisgünstige Schläuche vertragen nur selten Temperaturen von über 40 Grad. Sie werden weich und können sich dauerhaft verformen. Das gilt sowohl für die Wasser- als auch für die Umgebungstemperatur etwa beim Lagern in einem Schuppen.

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