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Hauswasserwerk anschließen – Leicht verständliche Anleitung & Tipps

Durch die Verwendung eines Hauswasserwerks kann man Grund- oder Regenwasser für die Gartenbewässerung und/oder die Hauswasserversorgung nutzen. Damit lassen sich die Wasserkosten deutlich reduzieren, denn man braucht kein Trinkwasser für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine verwenden. Das kostenlose Wasser aus einem Brunnen/Zisterne oder einem Regenwasserreservoir ist dafür bestens geeignet. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie sie ihr Hauswasserwerk anschließen, worauf Sie achten müssen und welche Vorkehrungen Sie treffen müssen, damit alles reibungslos funktioniert.

Möchten Sie das Grund-/Regenwasser für die Gartenbewässerung oder die Toilettenspülung verwenden, ist das soweit kein Problem. Verwenden Sie das Wasser aber auch als Trinkwasser, müssen Sie genau Kriterien erfüllen und das Wasser muss regelmäßig überprüft werden.

Hauswasserwerk anschließenInstallationsbeispiel anhand eines Metabo Hauswasserautomat 6000 Inox

Welche Vorkehrungen müssen getroffen werden?

Um das Hauswasserwerk betreiben zu können, benötigen Sie natürlich auch einen Brunnen oder Regenwasser Speicher. Besitzen Sie noch keins davon, schauen Sie sich unseren Artikel an, wie man einen Brunnen bohrt. Einen Regenwasserspeicher können Sie sich ganz einfach mit einem großen Regenfass und einem Regensammler ermöglichen. Des Weiteren sollte der Aufstellungsort des Hauswasserautomaten gut gewählt sein. Sie sollten das Hauswasserwerk möglichst nah an der Wasserquelle aufstellen, damit die Saugleitung nicht unnötig lang wird. Außerdem sollte eine Steckdose in der Nähe sein und das Hauswasserwerk trocken und frostsicher aufgestellt werden.

Hauswasserwerk Vorfilter

 

Ebenfalls empfiehlt sich die Verwendung eines Vorfilters. Einige Hauswasserwerke verfügen über einen integrierten mini Vorfilter. Viele Modelle besitzen sowas aber nicht und auch der mini Vorfilter kann sich schnell zusetzen. Wir empfehlen Ihnen daher die Verwendung eines Hauswasserwerk Vorfilters. Dieser filtert das Wasser und verhindert so, dass Sand und andere Verschmutzungen in die Pumpe und den Druckkessel gelangen. Im schlimmsten Fall würde das zu einem Defekt führen, daher ist die Verwendung eines Vorfilters ratsam. In diesem Artikel erklären wir die Funktion eines Vorfilters genauer und geben Produktempfehlungen.

 

 

Um das Hauswasserwerk anschließen zu können, benötigen Sie auch noch einen Saugschlauch. Dieser wird in die Wasserquelle gehangen und die Pumpe fördert so das Wasser. Kaufen Sie am besten einen Saugschlauch mit Rückschlagventil. Ansonsten kann es zu Problem beim Ansaugen kommen. Außerdem benötigen Sie noch eine Zuleitung, die vom Hauswasserwerk zur Wasserleitung führt. Wir empfehlen hier den Kauf einer flexiblen Gummileitung, damit die Vibration des Hauswasserwerks nicht auf die Wasserleitungen übertragen wird. Als letztes benötigen Sie noch Teflonband, um die Anschlüsse abzudichten, damit es zu keinem Leck kommen kann.

Das Rückschlagventil am Saugschlauch verhindert, dass das Wasser in der Leitung nicht wieder zurückfließen kann. Dadurch kann die Pumpe das Wasser leichter ansaugen und es kommt auch keine Luft ins System.

 

Vorkehrungen Checkliste

  • Brunnen/Regenwassertank vorhanden
  • Stromanschluss in der Nähe der Wasserquelle
  • Trockener, frostsicherer und geschützt Aufstellort
  • Verwendung eines Vorfilters um Verschmutzungen herauszufiltern
  • Wasserleitung bis zum Hauswasserwerk legen
  • Saugschlauch mit Rückschlagventil
  • Zuleitung für den Anschluss an die Wasserleitung

Das Hauswasserwerk anschließen

Hauswasserwerk anschließenSind die Vorbereitungen abgeschlossen, können Sie das Hauswasserwerk anschließen. Überprüfen Sie vor der Installation, ob die Pumpe in Ordnung ist und sämtliche Teile enthalten sind. Als erstes montieren Sie das Hauswasserwerk an eine feste Stelle. Jedes Hauswasserwerk hat dazu an den Füßen kleine Löcher, um es an den Boden anzuschrauben. Dadurch kann es nicht durch die Vibration verrutschen und steht sehr stabil. Als nächstes schließen Sie den Saugschlauch an das Hauswasserwerk an. Verwenden Sie einen Vorfilter (wir raten Ihnen dazu), schließen Sie diesen zwischen Saugschlauch und Hauswasserwerk an. Umwickeln Sie dazu die Schraubverbindung mit Teflonband, dann können sie den Saugschlauch an das Hauswasserwerk anschließen. Hängen Sie den Saugschlauch nun in die Wasserquelle. Achten Sie dabei darauf, dass bei einem sandigen Grund der Saugschlauch nicht bis komplett auf den Boden gelangt, ansonsten wird sehr viel Sand mit eingesaugt. Der Vorfilter hält diesen zwar zurück, kann dadurch aber schneller verstopfen.

 

Nun schließen wir das Hauswasserwerk an die Wasserleitung an. Wickeln Sie auch hier immer Teflonband um die Schraubverbindungen, damit später alles hundertprozentig dicht ist. Wichtig ist, dass Sie bei dem Anschluss an die Hauswasserleitung jederzeit wieder auf das örtliche Wassernetz umschalten können. Das ist wichtig, wenn in langen Trockenperioden mal nicht genug Wasser im Brunnen/Regenfass vorhanden ist. Apropos Trockenperiode: Alle Hauswasserwerke besitzen einen Trockenlaufschutz. Bei einigen Modellen ist dieser im Gerät verbaut, bei anderen handelt es sich um einen externen Sensor, der in die Wasserquelle gehangen wird. Dieser sollte ein paar Zentimeter oberhalb des Saugschlauches hängen, damit sich die Pumpe abschaltet, bevor sie trocken läuft. Ein Trockenlaufen kann die Pumpe beschädigen oder sogar komplett zerstören.


Der erste Durchlauf

Der erste Durchlauf des HauswasserwerksNun ist das Hauswasserwerk angeschlossen. Damit es auch ordnungsgemäß funktioniert, müssen Sie es zuerst mit Wasser befüllen. Dazu hat jedes Hauswasserwerk eine Einfüllöffnung, in die das Wasser bis zum Rand eingefüllt wird. Viele Hauswasserwerke besitzen auch ein Entlüftungsventil, dieses sollten Sie vor der Erstinbetriebnahme auch einmal öffnen, damit die Luft aus dem System entweichen kann. Überprüfen Sie noch einmal, ob wirklich alles ordentlich verschraubt ist und starten dann die Pumpe. Es kann einen Moment dauern, bis die Pumpe das Wasser ansaugt. Behalten Sie die Anschlüsse im Auge und gucken, ob es dort Undichtigkeiten gibt.

 

Am Manometer müsste nach und nach der Druck steigen. Entnehme Sie der Bedienungsanleitung, wo der Ein- und Ausschaltdruck des Hauswasserwerkes liegt. Ist der Ausschaltdruck (oft um die 3,5 bar) erreicht, sollte sich die Pumpe ausschalten. Tut Sie das, ist alles in Ordnung. Falls nicht, kann die Pumpe nicht den nötigen Druck erzeugen, hier liegt die Vermutung nahe, dass es irgendwo eine Undichtigkeit gibt. Kontrollieren Sie dann noch einmal alle Anschlüssen und ob der Saugschlauch auch wirklich komplett im Wasser hängt. Baut die Pumpe den Druck ordnungsgemäß auf, öffnen Sie den Wasserhahn und lassen Sie so lange Wasser laufen, bis keine Luft mehr im System ist. Nun ist das Hauswasserwerk fertig angeschlossen und kann benutzt werden. Bei guter Pflege und sachgerechter Verwendung hält ein Hauswasserwerk viele Jahre.


Ein paar Tipps zum Schluss

Zu Guter Letzt möchten wir Ihnen noch einige Tipps mit auf den Weg geben, die Sie nach dem Hauswasserwerk anschließen beachten sollten.

  1. Um eine konstante Förderleistung zu gewährleisten, sollten Sie den Vorfilter alle paar Wochen/Monate säubern. Je nachdem, wie verschmutzt ihr Wasser ist. Andernfalls verstopft dieser und die Pumpe schafft es nicht mehr genügend Wasser zu fördern.
  2. Achten Sie darauf, dass der Saugschlauch immer komplett im Wasser hängt und keine Luft zieht. Das würde auf Dauer die Pumpe schaden und Luft im Wasserleitungssystem ist auch für die angeschlossenen Geräte nicht gut.
  3. Auch wenn Sie Ihr Hauswasserwerk ordnungsgemäß anschließen, sollten Sie trotzdem immer mal wieder danach schauen. Unentdeckte Undichtigkeiten können den Standort der Pumpe überfluten.

Sie haben Fragen zum Artikel? Dann stellen Sie diese einfach hier in den Kommentaren, wir werden diese schnellstmöglich beantworten.

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