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Die Gartenpumpe frühlingsfit machen – so geht’s!

Wenn sich die Krokusse zeigen, die Schneeglöckchen blühen und sich die ersten Knospen an Bäumen und Sträuchern bilden, dann geht es so langsam wieder ans Gießen. Damit das auch reibungslos funktioniert, sollte die Gartenpumpe frühlingsfit gemacht werden. Wir zeigen, worauf es dabei ankom

Gartenpumpe

Das kennen wir doch alle: Als es Herbst wurde und wir den Garten mit all seinen Gerätschaften auf den Winter vorbereitet haben, musste es mehr oder weniger schnell gehen. Klar haben wir gewusst, dass vor allem die Gartenpumpe zumindest ein bisschen Pflege bedurfte, ehe wir sie in den wohlverdienten Winterschlaf geschickt haben.

Aber Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal vergessen, die Pumpe auf Herz und Nieren zu checken, bevor sie in den Keller geräumt wurde?

Das gilt es jetzt zu überprüfen

Hat sich doch noch ein Rest Wasser irgendwo im Gehäuse der Gartenpumpe versteckt?
Dann muss das natürlich erst einmal mit der Ablaufschraube vollständig abgelassen werden.

  • Ist das Gehäuse noch in Ordnung?
    Sollte die Pumpe nicht frostsicher gelagert worden sein, können sich Risse am Gehäuse und im Innenleben der Gartenpumpe gebildet haben. Das gilt es unbedingt zu überprüfen. Gegebenenfalls muss das gute Stück sogar ausgetauscht werden.
  • Findet sich irgendwo Rost?
    Selbst wenn das Wasser im Herbst abgelassen wurde, können sich noch immer feuchte Stellen in der Pumpe gebildet haben. Dadurch können sowohl die äußeren wie auch die inneren Metallteile Rost ansetzen. Vor der Inbetriebnahme im Frühjahr sollte dieser unbedingt entfernt werden, damit er sich nicht beispielsweise im Filter festsetzt und weiteren Schaden verursacht.
  • Sind alle Schläuche und Anschlüsse noch einwandfrei?
    Gerade die Schläuche und Dichtungen älterer Gartenpumpen neigen im Laufe der Zeit dazu, brüchig zu werden. Zu erkennen ist das, indem man den Schlauch ein wenig biegt. Zeigen sich da schon Risse, sollte der Schlauch erneuert werden.
  • Ist die Gartenpumpe sauber?
    Spätestens jetzt wird es Zeit, die Gartenpumpe gründlich zu reinigen.

So wird die Gartenpumpe gereinigt

Durch Schlamm, Algen oder andere Schwebeteilchen im Wasser kann es schnell zu Verschmutzungen kommen. Die äußeren Teile werden ganz einfach mit klarem Wasser abgespült, bis das Gehäuse wieder glänzt.

Mehr Aufmerksamkeit ist allerdings dem Filter zu schenken. Denn gerade der ist am meisten von Schmutzpartikeln betroffen. Setzt er sich zu, kann das fatale Folgen für die Gartenpumpe haben.

Der Filter reinigt das Wasser und sorgt so dafür, dass Motor und Schaufelrad der Pumpe immer störungsfrei laufen. Ist er jedoch verstopft, kann er seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen.

Bevor es im Frühling wieder raus geht, sollte der Filter deshalb unbedingt noch einmal herausgenommen und mit klarem Wasser gereinigt werden. Ein spezielles Reinigungsmittel ist hier in aller Regel nicht nötig.

Sauber müssen auch die Schläuche und Rohre der Gartenpumpe sein. Da können sich Schmutz und Kalk an den Innenseiten festsetzen und den Wasserdurchfluss so mehr und mehr behindern.

Zur Reinigung wird erst einmal warmes Wasser durch die Schläuche und Rohre fließen gelassen. Gegen Kalkablagerungen hilft verdünnte Essigessenz, die einige Minuten einwirken sollte. Dazu am besten das eine Ende des Schlauches oder Rohres abdichten, in das andere dann die Essigessenz (oder ein spezielles Anti-Kalk-Mittel) einfüllen und je nach Menge des Kalkes etwa 1-2 Stunden einwirken lassen. Hinterher einfach mit klarem Wasser nachspülen.   

Vor der Inbetriebnahme: entlüften nicht vergessen

Oft passiert es, dass die Pumpe vor der Überwinterung richtig gesäubert und entwässert wurde, auch die Lagerung stimmte – und im Frühjahr zieht sie trotzdem kein Wasser.

Jetzt bloß keine Panik!

In den meisten Fällen läuft die Gartenpumpe leer oder hustet und spuckt, weil sich Luft in ihrem Inneren befindet. Da heißt es also: entlüften.

Die einzelnen Modelle unterscheiden sich dabei nur unwesentlich voneinander. Im Zweifelsfall steht in der Bedienungsanleitung genau, welche Schritte zum Entlüften der Gartenpumpe einzuhalten sind.

Die meisten Pumpen haben an ihrer Oberseite einen Verschluss. Zum Entlüften wird dieser geöffnet, dann wird solange Wasser in die Öffnung gegeben, bis es überläuft. Jetzt kann die Pumpe keine Luft mehr ziehen und sollte wieder einwandfrei funktionieren.

Selbstansaugenden Pumpen brauchen übrigens bauartbedingt erst einmal eine kleine Weile, ehe sie Wasser statt Luft fördern. Das ist normal und stellt keinen Fehler oder Schaden dar.

Tauchpumpen hingegen, die kein eigenes Entlüftungssystem haben, müssen selbstverständlich vollständig ins Wasser eingetaucht werden, um richtig arbeiten zu können.

(Pumpen entlüften – ausführlicher Ratgeber)

So werden mögliche Probleme mit der Gartenpumpe behoben

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass die Gartenpumpe im Frühling nicht das tut, was sie tun soll: Wasser pumpen.

  • Der Motor springt nicht an: Hier werden zunächst die Sicherungen geprüft. Stimmt alles, kann es sein, dass die Motorwicklung durchgebrannt oder der Kondensator defekt ist. Auf alle Fälle ein Fall für den Elektriker!
  • Es kommt kein Wasser: Nachdem die Entlüftung vorgenommen und die Schlauchanschlüsse überprüft wurden, kann es sein, dass entweder das Ansaugrohr verstopft ist oder das Rückschlagventil einen Defekt hat.
  • Die Pumpe ruckelt: Das ist meist der Fall, wenn die Reinigung nicht ordentlich durchgeführt wurde.
  • Die Gartenpumpe lässt sich nicht einschalten oder ausschalten: Ein klarer Fall von kaputtem Druckschalter. Der kann entweder defekt sein, weil er in einer zu feuchten Umgebung gelagert wurde oder einfach aus Altersgründen seinen Geist aufgegeben hat. Der Austausch ist relativ einfach, sollte unter Umständen aber besser vom Fachmann vorgenommen werden.
  • Luftblasen steigen auf: Gut möglich, dass hier das Pumpenrad beschädigt ist. Am besten auseinander bauen und überprüfen, gegebenenfalls das Rad austauschen.

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